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21. Januar 2009

Being W.

Eine ARTE Doku eines französischen Komikers über das Leben des George W. Bush :)
Sehr cool, ist auf Youtube in 11 Teilen a 9 Minuten verfügbar.

5. Januar 2009

Aaah... Spanier außer Rand und Band!

WOW... Kulturflash ... morgen ist hier ja Weihnachten, also "heilige drei Könige" und dafür haben sogar Sonntags die Läden auf, damit man noch schnell verrückt Geschenke kaufen kann ...
Soooo viele Menschen haben ich selbst in Spanien selten auf der Straße gesehen und im Supermarkt, wie die da abgehen, das ist nicht mehr feierlich.... vor allem so ein Kuchen ist voll beliebt "Roscón de Reyes", der übelst giftig aussieht mit seinen kandierten Früchten in giftgrün und strahlengelb ...(wobei der auf dem Foto von Wikipedia noch harmlos aussieht im Verhältnis zu dem aus dem Mercadona).
Gut aber ich bin ja auch kein Fan vom guten Christstollen. Aber witzig ist die Tradition schon hier mit den Figuren im Teig (Wikipediaartikel nicht gelesen?? dann nachholen ...jetzt). Man sollte nur aufpassen, dass der Hund sich nicht dran verschluckt, wenn er ein Stück mopst ... hihi am Ende wird der Mops noch zum König.
Vielleicht ist es auch hilfreich, wenn man einen Zahnarzt in der Familie hat ;)

Naja ich weiß gar nicht ob es heute einen Umzug geben wird, ich glaub in San Javier schon ... aber hier in Murcia... naja irgendwann müssen die drei heiligen Könige ja ankommen ... ich werde mal Ausschau halten, vielleicht treff ich sie ja.
Morgen soll es große Feste hier geben. Da sieht man mal, was ein richtiger Spanier ist der lässt sich auch vom Winter nicht beim Feiern hindern... während der Deutsche ja ab sieben Uhr abends die Bürgersteige hochklappt ... naja gut nicht überall, aber doch eher schon mal früher die Nase in der Wohnung lässt.

So ich werd dann mal meine Ausrüstung für das "Heilige Drei Könige"Kidnapping vorbereiten :D
Die spinnen die Spanier (das haben sie mit den Römern gemeinsam)

29. November 2008

Alles Gute


wünsche ich nach Frankfurt zum Geburtstag und eine super "super-öko-fairtrade-gutmenschen-party" :)


trinkt einen öko für mich mit ... äääh oder so :D

2. November 2008

Terra Mítica

Gestern waren wir in diesem Park, mit Achterbahnen, Wasserbahnen und Kindergeisterbahn.
Eigentlich wars erst ganz witzig, da wir erst die zwei Wasserbahnen gefahren sind, und zum Glück alle, bis auf die in der ersten Reihe, noch ertragbar nass waren danach. Außerdem war zwar kein Sonnenschein aber es war schon verhältnismäßig warm und trocknete auch dann recht schnell wieder.

Dann hatten wir uns der großen Holzachterbahn zugewandt, die war sooo ruckelig und zuckelig, dass bei Ina die Kopfschmerzen wieder kamen und auch einige andere mit einem flauen Gefühl im Magen, oder einem pochenden Gefühl im Kopf da raus sind. Vor allem die letzte Kurve, da hing man dann so auf der Seite und die Kiste wurde immer langsamer und langsamer und langsamer und man musste sich echt fragen, ob es die Kurve noch schaffen würde... ;) aber klar.

So Freefall Tower hab ich nicht mit gemacht, aber da gabs schöne Bänkchen und so rührseeligtraurige Musik, die irgendwie ans alte Rom erinnern sollte. Der "Circus Maximus" war aber geschlossen.
Danach kamen wir auf die Idee die dritte Wasserattraktion auch noch zu fahren ... gut, das war halt aber nun mal "Wildwasserrafting" in sonem runden Sitzdings ... ja die Leute die rauskamen sahen gar nicht so nass aus ... aber wir stellten fest, das lag nur daran, dass man nur ihren Oberkörper beim rausgehen sah.

Wir waren dann ziehmlich nass all. Ina und meine Schuhe samt Inhalt waren völlig durchtränkt. Hintern nass, ganze rechte (bzw. bei Ina linke Seite) nass ... unangenehm. Nur Clémente hats irgendwie geschafft trocken zu bleiben, ich weiß nicht wie, der hatte nicht mal nasse Füße, dabei hatte der auch nur Chucks an. Unverschämtheit...
Meine Stimmung sank gegen Null, da ich auch noch sentimentalisiert worden war, von dem fakeitaliengedudel beim Free-Fall Tower.

Wäre ja alles nicht so schlimm gewesen, wenn das Wetter um vier noch genauso wie im zwei gewesen wäre, aber nein es wurde kalt und kälter und es fing an zu regnen. Gut das wir die Attraktionen eh alle durch hatten (der Park ist echt nicht groß und eine Achterbahn war auch noch abgebaut, also den normalen Eintrittspreis ist das echt nicht wert).

Ina und ich stellten uns in die Schlange für die Geisterbahn, da wars warm und unsere Hosen fingen an leicht zu trocknen. Zum ersten mal mussten wir auch länger als 10 Minuten anstehen. Klar wer geht auch schon Anfang November in nen Park mit mehr Wasserbahnen als sonstigen Fahrgeschäften.

Die Geisterbahn, war naja für Kinder. Wobei für kleine Kinder zu schlimm, für mittlere Kinder zu uncool und für große Kinder (wie uns) irgendwie auch nichts, außer das meine Einbildungskraft ja immer so stark ist, dass ich mir dann selbst Horrorgeschichten ausgedacht habe .. oman :D
Danach haben wir uns mit dem Handtrockenföhner in der Toilette etwas trocken geföhnt, also ich zumindest mal die rechte Seite von meinem Hemnd und meinen Pulli, weil da kühlte es am meisten aus.
Dann mussten wir auch nur eine geschlagene halbe Stunde auf die blöden Spanier warten, die als Orga-Leute von der Uni mitgekommen sind. Macht Spaß, so völlig verfroren noch en bissel im nassen rumzustehen, nur weil Spanier keine Ahnung haben wie man eine Uhr liest.
Naja dann glücklich im Bus... der war etwas warm, bis der Busfahrer auf der Autobahn dann die Klimanlage anschmiss kurzzeitig, oooman echt.

In Murcia pisste es dann auch grad mal wieder wie aus Eimern und ich war echt froh als ich endlich in der Wohnung war.
Schuhe, Jacke, Hose aus und ab unter die heiße Dusche. Das war toll !! Danach fühlte ich meine Füße und meine Hände wieder und ich schlotterte nicht die ganze Zeit.
Ich bin dann zu Hause geblieben, weil es immer noch so sehr pisste, das ich auf dem in die Stadt wieder bis auf die Knochen nass geworden wäre ... muss ja nicht sein.


Jetzt hab ich wieder nen Schnupfen ... aber zum Glück keine ganze Erkältung :D

30. Oktober 2008

Studenten in Not

Isländische Studenten im Ausland gehen grad ziehmlich auf dem Zahnfleisch.

Ihre Banken auf Island können die Partnerbanken nicht mehr bezahlen, sie können kein Geld mehr abheben und die isländische Krone ist auch nicht mehr viel Wert, zumindest im Vergleich zu vorher. Das ist echt hart, wenn du so gar keine Ahnung mehr hast wie das noch weiter geht.
Aber sie bewahren sich ihren Galgenhumor, immerhin etwas.

Geld ruiniert die Welt.

15. Oktober 2008

Wuttag!

Heute pisst mich alles an, das blöde Kind hinter mir im Bus das rumquääckt wuuuhähähähäää, die blöden Spanier die nie ausm Weg gehen und immer laut sind, die inkompetente Tutorin die nichts rafft, dass ich jetzt per Post all den Kram nach Mainz schicken kann, weil das faxen irgendwie nicht geht ...aargh, dass der Herr Uni Präsident hier in der UCAM sich heute überlegt hat, dass er uns gerne alle am Freitag begrüßen will mit ANWESENHEITSPFLICHT (was ist das denn? dieser blöde Präsi kann mich mal gerne haben, ich fahr nach Sevilla da is meine Anwesenheitspflicht), der Spanischkurs in dem ich nicht wusste ob ich nun schlafen oder schreien sollte ..., ich kann nicht richtig atmen, ich kann nicht rauchen, das sind zwei essentielle Dinge hier, mehr hab ich bisher eh nicht gemacht ... warten, rauchen, atmen, warten, rauchen, atmen, schlafen.
Ich hab keinen Bock mehr, also ich hoffe meine scheiß Erkältung (oder was es auch immer ist, bestimmt hat Klaus die Vogelgrippe angeschleppt, der war nämlich mal ne Woche weg und keine Ahnung wo der sich wieder rumgetrieben hat), verpisst sich gepflegt mal schnell wieder.
Weil dann kann mir auch wieder egal sein, ob wir nun heißes Wasser haben oder nicht, ob nun der Reperaturmensch heute, morgen, oder doch ernst nächstes Jahr kommt, ob der Backofen geht, oder was auch immer ... aber Spanien ... grad echt gehts mir absolut aufn Sack.

Und ich will jetzt nicht hören "Das geht vorbei, wenns dir erst wieder gut geht, dann ist auch alles wieder toll", weiß ich alles.
Will jetzt gar nichts hören.
Habe einen Wuttag!

13. Oktober 2008

Spiegel Artikel

Ich mein nicht, dass es irgendwie logisch wäre, dass es ausgestorbene Gebiete gibt im Meer,wenn wir sie leer fischen, aber der Artikel ist ganz interessant.

7. Oktober 2008

Italiener und ihre "Familie"

Gestern war ich zu Gast bei Carlo ein Italiener aus Sardinien.
Carlo hat uns Lasagne versprochen, also Marie, Nikolas, Melanie und mir ... naja das mit der Lasagne war nichts, dafür gab es lecker Penne mit Lachs-Sahne- Soße :D auch sehr toll. Und Carlo hat noch schöne Vorspeisenteller angerichtet und mit Tomate, Mozarella und Salat die Italienische Flagge dargestellt.
Dann so gegen zwölf kurz nach dem Essen lief die erste Gruppe Italiener ein, dann keine zehn Minuten später die zweite Welle und noch eine dritte... So waren wir statt 8 bald 20 Personen. Italiener halt, kommt einer, kommen alle.
Also Italiener waren in der Überzahl, dann auf Rang zwei die Franzosen ( 3 Leute), Rang 3 ging an Deutschland ( 2 Personen) gefolgt von einer Finnin, einer Brasilianerin und einem Portugiesen.
Volles Haus sag ich euch. Um zwei saßen Melanie und ich auf dem Sofa, wir waren einfach nicht mehr in der Lage Konzentration für Gespräche auf zu bauen. Draußen auf dem Balkon stritt eine Gruppe Italiener lautstark, Marie führte auf der anderen Seite irgendwelche Diskussionen mit anderen Italienern und Carlo zeigte mir grad seine Bildersammlung von Sardinien und Köln... overflow aber groß...
Nach einer Stunde sofahocking und rotweintrinking machten wir uns so gegen drei auf dem Weg heim. Bis ich dann daheim war, war es schon wieder fast halb vier, da Carlo am anderen Ende der Stadt wohnt. Nagut nicht so schlimm, schlimm war nur, dass grad mal wieder die Straßen gereinigt wurden und ich dank meiner FlipFlops plitschplatsch nasse Füße hatte, bis ich endlich daheim ankam.
War aber natürlich wie immer in so geselliger Italienerrunde ein netter Abend, aber irgendwann waren meine Akkus einfach leer, das ganze Wochenende war ja schon anstrengend und ich war nicht mehr fähig deutsch zu reden, geschweige denn spanisch oder so ;)

4. Oktober 2008

Als ich nach Hause ging...

gestern Nacht/heute Morgen um halb sechs, waren grad die Reinigungsmännchen mit ihren Reinigungsmaschinchen unterwegs. Und ich musste feststellen, dass nicht nur Omas mit nem Wischmopp die Straße wischen, sondern dass auch die murcianische Innenstadt mit Wasser gereinigt wird. Jede Nacht ab so halb fünf fahren so Wagen durch die Straßen und ein Männeken schießt die Straße mit soner Hochdruckwasserpistole ab.
Man, also ich, denkt sich natürlich "Was für ein Käse", da die Straße innerhalb der nächsten 6-7 Stunden wieder genauso aussieht wie vor der Reinigung, ganz zu Schweigen vom Wasserverbrauch. Aber dann schaut man sich um und entdeckt, dass das hier doch noch etwas Sinn macht, wenn man die Müllberge aus Plastikbechern (beim Verlassen einer Bar schüttet man sein Getränk aus dem Glas oder der Flasche in einen Plastikbecher um), Toilettenpapier (wie das da hinkommt??), Dosen, Flaschen, Tüchern, Zigaretten ist klar etc. betrachtet, die die spanische Fiesta- Kolonne hinterlassen hat (und jeden Donnerstag- Sonntag hinterlässt).
FRAGE:
Putzen die hier so wild, weil die Spanier so Müllschweine sind, oder sind die Spanier Müllschweine, weil sie wissen das einer putzen kommt?

30. September 2008

Zusammentreffen

Heute:
Internationales Beisammensein mit Bier und Sangria
Zigaretten und Athur el perroquet
Diskussionen über die Loveparade, das Oktoberfest
und Aufklärung darüber, dass nicht alle deutsche Musik wie Rammstein oder Nena klingt.

28. September 2008

Nachtrag: Fiesta Fiesta !

Es gab noch einen kleinen Badunfall.


Weil der Riegel im Bad so verrostet war und klemmte und Ina ihn nicht mit aller Gewalt und auch nicht mit Hilfe von Seife bewegen konnte. Also rief sie mich an, ich wunderte mich auch schon wo sie blieb, eigentlich wollte sie nur den Sangria wegschütten. Also dann stand ich vor der Tür und sie im Bad und ich wusste nicht was tun...

Ihr war das natürlich peinlich, aber ich mein sie konnte ja nichts dafür, son scheiß Riegel.
Direkt gegenüber ist die Küche und dort wurde grad noch irgendwas angebraten. Also alles voller Leute und Fettgestank und Rauch und Dampf und dann wurde man auf mich aufmerksam, bevor ich überhaupt wusste was man denn jetzt tun könnte um Ina da raus zu bekommen... Und dann gings los, die Französin war etwas desinteressiert, sie kochte ja auch grad, Melanie auch , Carlos meinte man sollte den Türgriff einfach abschrauben, aber das war ja nicht das Problem, sondern der Riegel oben drüber, bis das dann mal alle begriffen hatte. Carlos und ein anderer Italiener meinten dann sie würden die Tür einfach aufbrechen mit Gewalt, wenn es nicht anders geht und spielten Rambo...

Die spanische Mitbewohnerin von der Französin meinte zu mir, man dürfe den oberen Riegel gar nicht zu machen, der sei halt kaputt und verrostet, man dürfe nur den unteren benutzen ... SCHLAUES MÄDEL ... oman ich dachte echt ich steh im falschen Film, was nützte denn jetzt diese Information??? Ich stand ja draußen und Ina half das ja jetzt nicht unbedingt weiter ... aber sie sagte es voller Übezeugung mehrfach zu mir ... HERR LASS HIRN REGNEN ... gut ich stand aber auch voll aufm Schlauch, weil ständig einer kam und fragte was los sei und jedesmal, wenns en männliches Wesen war, die Einbruchmethode vorschlug ... irgendwas brannte an und am Telefon hatte ich ja noch Ina ...

ICH WAR VERWIRRT...

Und dann die IDEE, von Ina selbst, schlaues Mädel. Ob wir nicht eine Nagelschere hätten oder so, weil unter der Tür war ein Spalt, breit genug um einen relativ flachen Gegenstand hindurch schieben zu können, dann könnte sie versuchen die Schrauben rauszudrehen.

Wir fanden ein Messer ohne Griff und schoben es unter der Tür durch.

Und tatsächlich sie schaffte es die Halterung am Türrahmen abzuschrauben und konnte sich befreien ... alles klatschte Applaus und die Französin entschuldigte sich dafür, dass sie nicht einen Zettel oder so geschrieben hatte, wegen dem Riegel ... naja

Melanie kam zu uns und erzählte, dass sie am Freitag in ner Bar auch in einer Toilette feststeckte und niemand sie hörte, weil es so laut war.

Ich sag euch, das war ne Aktion, meine Güte. Aber wir haben garantiert einen bleiben Eindruck hinterlassen, sowas schafft man nicht mit albernem Small- Talk :).

Was lernen wir?? - Spanische Toiletten immer mit einem Schraubenzieher betreten :D

20. September 2008

Stierkampf (6 Bullen, 3 Matadore)

Wir kamen zu spät ... gerstern gab es nur noch Karten für heute, naja bis auf bei den umstehenden freien Händlern. Da bekamen wir Tickets für eigentlich 28 Euro für 20 und hofften, dass sie nicht nur original aussahen die Tickets, sondern auch waren ;)
Aber sie waren wirklich echt. Problem nur, wir waren soo spät, dass der erste Kampf bereits begonnen hatte und natürlich alle am brüllen, von wegen setzen und keine Ahnung, also wir erst mal auf den falschen Plätzen gesessen, nach dem dann der erst Kampf vorbei war sind wir wieder weitergezogen. Aber Spanier sind ja ein echt katastrophales Massenvolk ... alle brüllen "Geh weiter, geh weiter", vergessen allerdings, dass sie dazu auch Platz machen müssten. So ganz gecheckt haben die das System noch nicht. Zum kotzen, ich war echt kurz davor zu explodieren und fluchte leise vor mich hin (jaa ich weiß ja wir waren zu spät und soweiter und so fort, aber diese Art ging mir ja sowas von aufn Sack) naja nach stolpern, schieben, vorwärtskommen, sind wir noch grade rechtzeitig vor dem Beginn des zweiten Kampfes bei unseren Plätzen angekommen. Ein Wahnsinn, ich mein ein proppe volles Stadion, über all Menschen, die sich mit Fächern Luft zu fächelten. Eine ungelaubliche Geräuschkulisse. Und die meisten Männer mit dicker Zigarre in der Backe. Vor allem sind die meisten Besucher echt so Dauerkartenbesitzer... total krass, mein Sitznachbar vom Anfang erzählte mir, dass gestern also am Donnerstag die kämpfe super gewesen wären und auch weniger Leute... mehr hab ich nicht verstanden. Auf jeden Fall waren Kampf ein bis drei echt schnell vorbei und anscheind laut dem Publikum auch nicht soo toll. Weil es wurden keine Taschentücher geschwenkt und es gab keine Olé - Rufe. Kampf vier allerdings war dann so aufregend, dass beim aufspringen mein Hintermann mit seiner Zigarette über meine linke Schulter schrammte. Also wenn ich schon in diesem beengten Raum rauchen will, dann sollte ich es auch so können, dass ich nicht meine Vorsitzer oder Nebensitzer beschädige. War ja jetzt nur ein Lackschaden, von daher nicht weiter schlimm, aber diese Spanier haben ja echt keinen Sinn für Rücksichtnahme oder Aufmerksamkeit, sie nölen dich aber ungemein gerne mit ihren Geschichten und Weisheiten voll.
Nach dem vierten Kampf glaub ich gabs für den Matador schon standing ovations und es wurde mit weißen Tüchern wurde geschwenkt.. oder war das erst bei Kampf fünf und sechs .. also die letzten beiden Matadores warn anscheind die Helden hier und die bekamen jede Menge Blumen und Hüte nach dem Kampf zu geschmissen und lächelten schmierig, arrogant in die Menge.
Also diese Matador- Figuren sind ja aber auch ... also ich habe selten sowas Lächerliches gesehen, mit ihren pomadierten Frisuren, Glitzerdress und den pinken Socken ... allein der Aufzug ist zum totlachen, aber dann auch noch ihr Gehabe in der Arena. Also erst "tanzen" sie mit dem Stier, also sie lotsen ihn mit Hilfe des Tuches in verschiedene Richtungen und der Stier dreht sich und hüpft mal und so. Der eine hat sogar ganz toll getanzt, der machte mal so seitwärts Ballerinatrippelschritte und echt, ich musste so lachen, das Publikum klatschte und war begeistert, ich glaube sie verwechseln hier Eleganz mit Komedie.

Ganz toll, und immer wenn so ne Session vorbei war, schmiss er den Kopf in den Nacken, ging in ein noch hohleres Hohlkreuz, warf die Arme nach oben und ließ sich mit stolzer Miene feiern. Immerhin hatt er ja grad dem dummen Stier gezeigt wer hier der Boss ist. Gut ihm wird die Arbeit ja auch echt vereinfacht, erst wird der Stier en bissel müde gemacht, dann kommen zwei Reiter zu Pferd, die ihn dann schon mal en bissel zwischen die Schultern piksen, während der Bulle gegen das Pferd rennt und es versucht aufzuspießen. Aber mitlerweile müssen die Pferde eine Art Steppdecke als Schutztrage, früher sind sie mehr tot als lebendig wieder aus der Arena gekommen, jetzt hinken sie ja nur noch, also alles halb so wild ne. Außerdem haben sie Augen und Ohren zugebunden, um ihren Fluchtreflex zu unterdrücken, also stehen sie Ahnungslos in der Arena drinne bis der Bulle gegen sie rennt. Danach dürfen sie wieder gehen. Nachdem dem Stier der Nacken aufgerissen wurde, kommen so zwei bis drei lustig angezogene Heinis und versuchen jeweils zwei Speere mit Widerhaken in den Nacken des Stieres zu stoßen. Wenn das gut gelingt klatscht das Publikum und ruft laut aus, wenn nicht gibts Pfiffe und Buh- Rufe. Naja und wenn dann vier bis sechs Stangen im Bullen drinne hängen, kommt der Matador wieder und lässt ihn tanzen, dazu wird der Passo Doble gespielt, und wenn man ein berühmter Matador ist darf man sich sogar aussuchen welcher Passo Doble gespielt wird. TOLL... Und wenn der Matador genug bewiesen hat, dass er stärker ist als der Stier und die Macht über ihn hat, dann holt ein Stechmesser und stellt sich vor den Stier, geht auf die Zehnspitzen und rammt es ihm zwischen die Schulterblätter ins Herz, also da sollte es eigentlich landen. Keine Ahnung ob das gestern geklappt hat bei denen, bei zweien schon mal nicht wirklich, weil die bluteten dann einfach nur auch aus dem Mund und sprangen erst noch mal zwei Minuten rum... Wenn der Stier dann endlich aufgibt und sich hinlegt, dann kommt son Kerlchen und steckt noch mal einen Dolch in den Nacken. Leider sind die nicht wirklich treffsicher und so stocherte bei Stier Fünf und Sechs der Mann noch ein paar Mal nach ohne jedoch, dass dadurch der Tod des Stiers herbeigeführt wurde. Aber das war dem Mann dann auch egal, denn er musste die Ohren als Trophäe und Geschenk für den Matador abschneiden... der Stier lebte noch ...
Die beiden beliebtesten und anscheind auch besten Matadore wurden mit standing ovations und schwenken von weißen Tüchern, als Zeichen der Anerkennung verabschiedet.
Aber sogar ein anscheinend sehr guter Stier bekam eine Ehrenrunde und wurde auch mit dem Schwenken weißer Tücher verabschiedet.

Es hab zwei Stiere Nummer Fünf. Da der erste fünfte Stier anscheinend irgendetwas gemacht hatte (wobei wir alle drei nicht wussten, was ihn nun von Stier fünf(2) und Stier sechs unterschied) und das Publikum schrie irgendwas verschonen oder Gnade oder so was und schwenkte wieder ihre weißen Tücher, der Präsident der Veranstaltung zeigte die grüne Karte und der Stier draf nun sein Leben als Zuchtbulle zu Ende leben.
Aber der wollte gar nicht mehr aus der Arena, also sie schickten eine kleine Herde rein damit der Stier mit denen rausläuft. Aber der war schon so durch den Wind, der hat das nicht kapiert, na gut ich glaub ich wäre auch etwas durcheinander, wenn mir vier Stangen in meinem Nacken stecken würden. Naja nach dem vierten Versuch haben sie es geschafft den Stier mit der Herde raus zu treiben und das Publikum klatschte. Glücklicher Stier.
Was wir leider nicht gesehen haben ist, dass son Torero mal unaufmerksam war und der Stier ihn getroffen hätte. Leider, ich mein ich bin nicht unmenschlich, aber ich denke es wäre nur ausgleichende Gerechtigkeit, wenn einer der Verrückten da unten im Sand nen Schaden davon tragen würde. Am besten der Matador. Ich will ja nicht das dem was wirklich schlimmes passiert, oder dass er stirbt, aber keine Ahnung, en gebrochener Knochen oder sowas halt. Das Stadion brodelte bei den letzten drei Kämpfen, die Leute verlangten Musik schrieen Olé wenn der Matador ne tolle Figur mit dem Stier tanzte.

Ich weiß auch nicht, es war auf eine gewisse Art und Weise echt unglaublich... und ich habe die Kämpfe auch gar nicht so wahrgenommen, das lief da alles so völlig routiniert ab, sogar das Publikum war total routiniert, das war eher so als würde man die Lieblingsserie im Fernsehen anschaun. Ja genau so war das, alle schauten sich ihren Liebglinsserie an ... und das fand ich so komisch daran, das wars warum ich mir vorkam wie im Kino oder so, weil irgendwie kam mir alles so fern vor, so unreal...
In der Halbzeitpause packte man dann fröhlich sein Essen und Trinken aus den riesigen Kühlboxen aus, Oliven, Krebsfleischersatz, belegte Brote, gefüllte was weiß ich was. Bier, Wein, Schnaps... alles dabei. Riesenpicknick total krass.
Wobei ich irgendwie mehr Mitleid mit den Pferden hatte, da der Stier spätestens nach 20 Minuten alles überstanden hat, aber die bekommen immer wieder die Hörner zu spüren und müssen immer wieder rein und werden kaputt gemacht.
Sehr passend auch, direkt gegenüber des Plaza de Torros ist ne Metzgerei, die auch noch nach dem Stierkampf offen hatte ...
Also zusammengefasst, ein krasss Ereignis, das mir immer noch nicht wirklich real vorkommt, obwohl ich nun eine Nacht drüber geschlafen habe. Die alten Herren im Stadion sind sehr nett, wäherend die jungen Männer selten sind und die Frauen echt voll arrogant sind und total genervt schauen, bis dann ihr Liebglingsmatador auftritt, den sie gerne mal vögeln wollen, aber ziehmlich sicher nie werden. Oooch Schade eine Runde Mitleid für die alten Schrullen. Ansonsten ist es ein Hexenkessel. Laut, verqualmt, voll, heiß.

Ich empfinde es immer noch als totalen Schwachsinn und am lächerlichsten finde ich die Matadore, ich weiß auch nicht, warum man unbedingt mit sonem Typen ins Bett will, die haben doch eh wahrscheinliche alle nen Knacks in der Birne und nen mega Minderwertigkeitskomplex, weil sie nen Sprachfehler haben, total schüchtern eigentlich sind, oder ihre zweite Nase (auch als Gehirn bezeichnet) nicht die gewünschte Größe hat... naja, nicht mein Problem. Nach dem Kampf verteilte son Matador aus seinem Auto raus noch Autogrammkarten ... was da fürn Andrang war unglaublich.
Ich kann mich nicht einigen, auf der einen Seite gehört es doch irgendwie zur Kultur Spaniens, aber die meisten Spanier interessieren sich gar nicht mehr so dafür, aber auf der anderen Seite kann ich sowas nicht gut heißen. Dieser Zwist wird wohl noch lange bestehen.

der Hexenkessel

der Matador, der bei seinem zweiten Kampf besonders schöne Ballerinafiguren gezeigt hatte
Stier: tot, naja vll.

der begnadigte Stier

stolzer glitzerlila Matador, ich glaub die tragen Glitzer,weil das für den Stier wie Lichtblitze ist und er ihn nicht orten kann, glaub ich, weiß ich aber nicht






begeisterter Jubel für den Matador

Aufgabe

Busfahrten

Im trüben Gedankenblasendasein male ich mir aus: Apokalypse, Schwarz, Rot, Blut, Tod, das Ende der Welt…
Dann! Ja dann … hätte ich diesen Bus für mich alleine.
Aber nein stattdessen muss man sich hier in einer Backofenröhre mit geschätzten 150 weiteren Personen zusammenpferchen lassen. Das ist doch Tierquälerei, und das gehört doch verboten.
Ich merke, dass etwas nicht stimmt, verspüre diesen Schmerz unten am rechten Bein.
Achso ja klar, Miss Ich-will-aber-ein-weißes-Pony, die Kleine im rosa Kleid stützt sich mit ihrem Ellenbogen in meiner Kniekehle ab. Klar, keine Ursache, dafür bin ich ja da, nicht wahr, du kleines …
Und ständig fliegt die Handtasche der etwas arrogant-missmutig dreinschauenden, einer bösen Hexe aus alten Kinderbüchern nicht unähnlichen, Dame im besten Alter gegen meine Hüfte. Ich frage mich nur, was die Dame geladen hat. Backsteine, Zement, Boccia Kugeln ? Oder ihren toten Köter, der leider erstickt ist, da sie vergessen hat den Reisverschluss zu öffnen. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich morgen einen blauen Fleck haben werde. Nein diese Person kommt nicht in mein „Meine Freunde- Album“.
Ich wende meinen Kopf, und habe einen Anzugärmel im Mund… ich folge dem Anzugärmel entlang des Armes zu seinem Ursprung. Am Anzugsärmel hängt ein Mann, an dem Mann hängen zwei Arme am einen baumelt eine Aktentasche und am Andern, der sich weit nach oben Richtung Halteriemen gestreckt hat, hänge nun ich. Verlegen öffne ich den Mund und gebe dem Anzugsärmel seine Freiheit wieder und entschuldige mich leise.
Zu alledem kommt eine völlig unerwartete Sommerhitze dazu. Klimaanlage fehlt natürlich und mindestens fünf Leute in meinem Lufteinzugsgebiet sollten dringend mal wieder duschen, oder überhaupt einmal.
Ich fühle mich wie eine Sardine in der Dose, ab sofort werde ich Dosenfisch boykottieren, Freiheit für Sardinen.
Zu allem Überfluss hat nun auch der Busfahrer angesichts des Lärmpegels innerhalb der Busmauern keine Lust mehr auf seinen Job und sein Leben und jagt die Straße in einer halsbrecherischen Geschwindigkeit entlang als wolle er sagen „Siehst du Mama und ich bin doch Rennfahrer geworden!“.
Mir wird schlecht. In Linkskurven klebe ich am Fenster und ich Rechtskurven schnappe ich immer mal wieder aus Versehen wie ein grenzdebiler Fisch nach dem Anzugsärmel des Aktentaschenmannes auf der Suche nach Sauerstoff.
Durch die kleinen Luftschlitze, auch ironisch bezeichnet als Fenster, strömt ab und an ein kleiner Lufthauch an meinem Arm entlang.
Mein Aggressionspotenzial steigt und ich überlege ernsthaft mich mit den beiden halbstarken Jungs anzulegen, die eine Sprache gebrauchen, die so ähnlich klingt wie Deutsch, auch Jugendsprache genannt. Sie brabbeln so vor sich hin, Inhalt unbekannt, ich glaube den kennen noch nicht mal die Beiden selbst. Sie erinnern mich ein bisschen an die Teletubbies. Reden unsinniges, nicht zusammenhängendes Zeug und vollführen komische Bewegungen dabei.
Warum sind Hunde eigentlich in Bussen nicht verboten?
Liegen ständig im Weg rum und wenn man mal eine von den Fußhupen übersieht und drauf tritt, nur so ganz leicht, dann muss man sich noch nen Anschiss vom Besitzer gefallen lassen. Aber gut, er oder sie könnte sich ja auch nen Hund anschaffen, den man nicht erst mit der Lupe unterm Sandkorn suchen muss, nur um ihn dann unerwartete an der Wade hängen zu haben, da er sich unterm anderen Korn versteckt hatte und man eben doch drauf getreten ist.
Aber gut Hunde sind erlaubt im Bus, also hängt nun so ein Felldings mit hechelnder Zuge an meinem Bein und spendet mir Wärme, während es munter auf meine Flip- Flops plus Füße sabbert.
Mir geht durch den Kopf „Freiheit, Freiheeeiit ist die einzige die fehlt…“. Toll den Ohrwurm bekomm ich bestimmt den Tag über nicht mehr aus dem Kopf. Na gut besser, als würde ich als Ohrwurm aus diesem Bus den Song mitnehmen, der aus dem Handy der etwas unterintellektuell wirkenden, weiblichen Reklametafel für „Bitte verhüten, Vermehrung gefährlich“ dudelt. Fahrt Bus, das schont die Umwelt, aber warum verschont mich die Umwelt nicht?

18. September 2008

Tassenfund :)

Klaus hat mir heute eine Kaffeetasse gefunden, mit der ich meinen Morgenkaffee wieder zelebrieren kann:


Wie man sieht versuche ich mich auch dem katholischen Murcia anzunähern. Jaa ich arbeite an meinem Heidendasein. Man merkt es kaum noch, dass ich keine Ahnung habe. Außer ich frag mal wieder "Wasn das fürn Altar?" Vielleicht muss man mich nächstes Jahr gar nicht mehr nottaufen, ... vielleicht notschlachten, falls mir hier son Torero meine Ohren abschneidet.

Plan für Morgen: Stierkampf anschauen...vielleicht, wenn ich nicht doch ablehne. Das sehen und gesehen werden in Murcia ... Frauen in feinsten Stoffen stiefeln, stakeln, wandern in diese staubige, dreckige Stierkampfarena als ginge es hier um Miss Spanien. Ich glaube ja auch, dass die meisten Spanierinnen hier gar nicht in flachen Schuhen laufen können. Wobei viele Spanierinnen auch in hohen Hacken nicht laufen können, aber ich glaube das merken die nicht, oder wenn, dann ist es egal, Hauptsache schön teuer und höher als die von der Nachbarin. Ich bin ja nun kein Fan vom Stierkampf, aber ansonsten wird man ja doch nur gefragt, ob man sowas in Spanien gesehen hätte. Außerdem habe ich noch nie einen gesehen und solang ich Tomanten nicht probiert habe, weiß ich auch nicht, ob sie mir schmecken oder nicht. Mmm nicht, dass ich einen Stiefkampf probieren möchte, ich finde es unsinnig seinen Wahnwitz unter Beweis stellen zu müssen, indem man Stiere zum ausrasten bringt, nur um sie dann vor einem großen Publikum zu quälen...aber angeblich wirkt das Publikum ja mit und bei zu schwerer Verletzung und bei zu starkem Quälen des Stieres soll es sogar buhen und pfeifen, das Gewissen des Kampfes, oder wie? Und mystisch ist es ja auch und ein Tanz und auch kein Fest und kein Vergnügen am Leiden des Tieres, sondern eine ernste Angelegenheit... voy a ver.

Das ist auch wieder so ein typisches Männer Phänomen, in einem Sandkreis stehen und mit den Muskeln spielen. Und die Frauen jubeln und klatschen ... toll, genau mein Ding. Viellicht sollte man so einem Mann mal seine Ohren abschneiden ... und den Schwanz, weil das ist anscheinend die Belohnung für einen gelungenen Kampf, entweder ein, oder zwei Ohre, oder sogar noch den Schwanz, hat man mir gesagt (man möge mich korrigieren, wenn das falsch ist). Mir kommts hoch. Der Mensch und seine irrsinnigen, unmenschlichen Ideen, was man alles mit Tieren anstellen kann. Klar wozu sind denn die Viecher sonst da. Der Mensch die Krone der Schöpfung, naja wenn ich mir die Krone so anschaue, dann bin ich lieber Halskette. Es gibt nichts, was der Mensch nicht kann, außer andere Wesen nicht mit seiner Existenz zu belästigen.

Ansonsten halten sich meine Beobachtungen in Grenzen, wird Zeit die Stadt mal wieder zu verlassen ;)
Aber diese Uni macht mich wahnsinnig. Ich mein Bürokratie und Papierkram ist ja auch in Deutschland zum ausrasten. Aber in Deutschland kann ich denen dann wenigstens in meiner Muttersprache verklickern, dass der Hase so nicht läuft. Aber diese Uni, die haben da ja von nichts eine Ahnung, so viel geballte Inkompetenz muss man erst einmal treffen. Sogar die Studenten wissen nichts. Egal wen man fragt, egal was man fragt "No lo sé"... Ich mein ist das mein Land, meine Stadt, meine Uni? Aber ich glaube das liegt daran, das die ja auch nichts wissen müssen, die zahlen dafür, dass irgendwann irgendwer ihnen mal sagt wo sie hin müssen und wann, und wenn sie es nicht gesagt bekommen, dann ist die böse Universität Schuld. Hauptsache das Taschengeld wird nicht gestrichen. Morgen kann ich darum um neun wieder anfangen auf einen Bus zu warten um dann vielleicht um zehn an der Uni zu sein, um dann wieder von der einen Frau ins Gebäude neben dem Hauptgebäude und von der anderen Frau im Nebengebäude wieder ins Hauptgebäude geschickt zu werden. Bin ich hier Road-Runner vom Dienst? Ich hoffe, dass in vier Woche dieses rumgesuche, rumgelaufe, keine-Antwort- bekommen überstanden ist, oder ich zumindest mal nen Kaffee umsonst bekomme ;)

16. September 2008

Getestet und durchgefallen

Also da Marie gestern hier gepennt hat, haben wir heute morgen ausprobiert, ob das heiße Wasser auch zum Parallelduschen langt ... wir haben festgestellt: NEIN!!
Okay also es kam nicht mehr eiskalt aus dem Hahn, aber es war auch alles andere als warm.
Also merken: immer nur eine Dusche benutzen... Frage: Warum gibt es dann zwei??

Und dann habe ich bemerkt, dass spanische Duschen auf spanische Größen eingestellt sind. Ich konnte über die Duschvorhangstange ohne Probleme auf die wunderbare Tür blicken, und naja ich dachte immer ich schaffe es beim duschen wenig Platz zu verbrauchen. Aber in dieser Dusche war es einfach nicht möglich auch nur eine Bewegung zu vollziehen ohne am Duschvorhang zu kleben, oder ihn einfach gleich anzuheben und eine Überschwemmung zu verursachen (ich wusste doch, dass meine Lieblingsdusche die Badenwannenduschen werden wird). Einseifen ging grad noch so ohne größeren Wasserschaden, aaaaber versuch dich mal auf nem halben Quadratmeter zu rasieren... naja am Ende habe ich eine mittelgroße Überschwemmung des Badenzimmerfußbodens verursacht, aber der is ja aus Stein, also macht das nicht.
Aber echt, es gibt doch nichts graußligeres, als keinen Platz in der Dusche zu haben, das ist doch scheußlich. Irgendwas muss man sich da noch ausdenken.

Außerdem: Ich brauch Nägel, eine Planke löst sich vom Tisch und ich brauch einen Mülleimer, Wasser und ganz wichtig eine Kaffetasse. Hier sind zwar Kaffetassen, aber brauch eine gute Lauen Tasse für den Morgen, wenn ich grummelig und zerzaust das blöde Gas für das Warmwasser anstellen muss. Ich brauche eine ganz meine eigene Kaffeetasse. Ist albern, geht aber nicht ohne, das fühlt sich falsch an ;)
Ich weiß nur noch nicht wann ich das alles besorgen soll, da ich morgen erst mal wieder an die Uni muss und das kann morgen echt dauern. Naja außerdem, da ja jetzt meine WG komplett ist, sollte man mal überlegen was man sonst noch brauch, also in dem einen Bad wäre ein Regal oder so nicht schlecht, da ist nämlich gar nichts zum ablegen, abstellen, verstauen, versauen, da is noch nicht mal Unordnung oder Dreck, das kann so nicht weiter gehen. Und wer jetzt wie was wo .. keine Ahnung irgendwie so WG Zeug, kenn ich mich nicht mit aus, mir eigentlich auch relativ wurscht, aber da man sich ja auch nicht kennt, kann man sich ja mit ner Flasche Wein oder auch zwei oder drei mal hinsetzen und reden, wer man denn so ist und all so was, weil ich will ja wissen wer hier in mein Bad eindringt ;) das ich mir so schön eingerichtet habe *g*.
Aber das wird schon alles werden kommt Zeit, kommt Wissen. Und wenn ich erst einmal tausend Jahre gelebt habe, dann weiß ich auch was, nehme ich wohl an, ich kenne dann zumindest ganz viele Geschichten :)

Was auch durchgefallen ist, ist der Feiertag heute.
Da ich erst spät ins Bett kam und den Großteil der Nacht auf dem Balkon mit Marie und einem Packerl Tschiks verbracht habe, wollte ich ausschlafen (Marie ja eben so). Aber nein an einem FEIERTAG fingen um halb acht die Bauarbeiter mit Presslufthammer und Metalsäge an hier Lärm zu machen ... wie kann man denn so dreist sein und grad als sonst untätiger Bauarbeiter an einem Feiertag, an dem fast die ganze City zu hat (bis auf die kleinen Chinalädchen und sowas halt) die Leute mit Presslufthammer wecken? Ich dachte mir nur "Silence I kill you".
Machte mein Fenster zu in dem Glauben, das würde helfen, aber wer kann denn schon zwei Stunden Presslufthammerei ignorieren ... die Fensterscheibe zumindest nicht und ich leider auch nicht. Dann um halb neun klopfte es an meiner Tür, ich dachte erst, dass das zu meinem völlig bescheuerten Traum von einer Busfahrt zum Strand, die allerdings in Portugal endete, gehörte. Aber nach dem fünften Mal klopfen, stellte ich fest, das dies zur realen Welt gehörte und völlig zerstört machte ich die Tür auf. Dort standen die beiden Mädels denen man nicht gezeigt hatte, wie sie das Warmwasser, also das Gas, anstellen sollten. Und in meiner Nettigkeit hatte ich ihnen nen Zettel an die Tür geklebt, von wegen sie könnten mich ruhig aufwecken, wenn sie Hilfe bräuchten. Stellte dann morgens fest, Fehler, aber gut was solls. Okay also ich Gas an und mit den paar Vokabeln, die ich zusammenkratzen konnte erklärt wie es geht. Danach wieder ins Bett ... aber wieder keinen Schlaf gefunden,nach weiteren Presslufthammerattcken und rumwälzen und schimpfen, also um halb zwölf aufgestanden und Koffeinbombe gebraut. Der Tag hatte dann trotzdem die ganze Zeit über ein deutlich retardierendes Moment.

14. September 2008

Historische Interpretationen

Am Samstag Abend gesehen in Murcia.

Denn heute gab es im Zuge der "Fiestas de Moros y Cristianos" einen Umzug oder Parade, die gut über zwei Stunden dauerte. Karneval mitten im Sommer juchuu...

Aber ich sag euch ... also zunächst dachte ich nur WOW und dann befand ich mich in einer seltsamen Zwischenwelt. Die Mauren erinnerten mich nämlich an eine, auf Grund von technischen Störungen oder so, Mischung aus brasilianischem Karneval und Bollywood. Mehr Glitzer, Ketten, Perlen, Ohrringe, Flatterstoff, Hüte, Federn, quietschbunte Farben habe ich noch nie an einem Ort gesehen und schon gar nicht innerhalb einer so kurzen Zeit. Und jede dritte Gruppe war eine abkommandierte Mädelsvereinigung die sich am Bauchtanz versuchten. Es hatte doch den leichten Touch von: "Turnverein 1895 e.V. Bielefeld" stellt seine fünf hübschesten Miezen ab und die üben dann zu laufen und dabei die Hüfte ab und an mal rechts, mal links hochzuschmeißen. Gut sah nicht sehr bauchtanzgeübt aus, war aber dennoch hübsch anzusehen. Ich will das jetzt auch nicht schlechter machen als es war, schließlich muss man ja auch erst mal im Gleichschritt laufen und auch noch die ganze Zeit debil in der Gegend rumlächeln.Und immerhin war der Umzug ja auch ganz schön lang, da kommt es eher drauf an durchzuhalten :O) Besonders putzig waren die Kleinsten in diesen Reihen, die tapfer versuchten ihre Körper-Koordination unter Kontrolle zu bekommen.
Besonders nett hier ist auch das Publikum, denn alles wird beklatscht ob nun Kapelle, Reiter die ihre Kunststückchen zeigen, oder einfach nur die Damen die auf dem Podium stehen, oder die Damen und Herren die unglaublich frabenprächtige und goldbehangene Kostüme gemütlich spazieren tragen. Einfach alles. Denn auch Lächeln will belohnt werden, ne.


Zwischen den Bauchtanzdamen liefen das Fußvolk, obwohl alle gekleidet waren, als wären sie alle Kalifen, alle 250 Stück und alle sind die am Mächtigsten im ganzen Reich. Alle total geklont sag ich euch. Und voller Bling Bling, da hätte jeder Gangster-HipHop-Getho Meister respektvoll den Hut gezogen, oder man hätte mit einem kostümierten Menschen gleich 5 davon voll austatten können. Ich dachte ja immer Mauren hätten es im Regelfall etwas schlichter gehalten, von wegen nicht auffallen (falls ich damit falsch liegen sollte, möge man mich bitte aufklären, denn dann behalte ich den Umzug unter falschen Gesichtspunkten im Kopf ;) ).Aber gut, das ist der Vorteil an einer Interpretation, man kann sich ja recht weit von der Vorlage entfernen, wenn es denn dem Spaß dient. Und ohne Glitzerzeug wäre das Ganze ja auch nur halb so schön gewesen :)



Und immer mal wieder gab es 1 bis 15 Frauen auf einem fahrenden Gefährt zu bewundern, die milde die Hand zu einem Gruße hoben und wenn die Menge besonders eifrig klatschte auch mal einen Kuss in die Menge hauchten.
Außerdem man hatte zwei Kamele auftreiben können, welche von der weniger sturen Sorte, die das Ganze doch recht gutmütig über sich ergehen ließen.







Als dann das bunte Papageienvolk aus dem Süden vorbei gezogen war kamen die Christen. Vorne weg erst mal die Blechbüchsen Armee der Kreuzritter, oder zumindest ein billiger Kitsch-Romanzen-Ritter-Film Abklatsch davon. Auch natürlich wieder alles Klone und glänzend in Silber und Gold, nur nicht mehr ganz so farbig wie die Mauren, weiß, schwarz und rot dominierten nun das Feld. Am Besten ließ sich der Wechsel von Mauren zu Christen daran erkennen, dass die Mauren eher flaniert sind im "elegant" gemäßigten Schritt, während die Ritter dann doch eher marschierten, bzw. trippel-trappelten ( außerdem gab es keine Bauchtanzgruppen mehr dazwischen). Auch die Frauen gekleidet im edelsten Gewand, mindestens mal Burgfräulein. Davon gabs gegen Ende auch noch einen ganzen Wagen voll, schätzungsweise 20 auf einem Haufen. Nach so drei Abteilungen wundersamster Ritter mit schwester Rüstung und riesigen Helmen und Federbüschen oben drauf kam auf einmal ein Trupp, der mich dann doch eher an die noch nördlicheren Räume denken ließ, da sie mit Fell und Leder bekleidet waren und Streitäxte durch die Gegend trugen.
















Dazwischen immer wieder Reiter und Kapellen und Trommler. So wie zwei Mann die einen Rammbock zogen. Die Kleinste Trommlerin war so zwischen 10- 12 und war etwas überfordert mit der Trommel, die trotz Miniaturausgabe dennoch etwas zu groß war.
Ein Ritterkind nahm das Ganze doch sehr ernst und bewegte sich steif und mit festgefrorenem Blick die Straße entlang, so als müsse er gleich noch die Stadtmauern verteidigen, unglaublich putzig.

Also das ganze war ein Querschnitt durch schlechte Historienfilme, gepaart mit Karneval und ein bisschen indischem Kitsch. Sprich: höchst amüsant!! Es war echt witzig, nur die BonBons haben gefehlt ... :(






12. September 2008

Lustiger Artikel, Wahnsinnige Menschen

man möge sich amüsieren über diesen Spiegel- Artikel !
(danke Gudrun für diese Erheiterung)

Diese Beschreibungen in diesem höchst lustigen und kurzweiligen Artikel sind einfach nur wahr. Es ist einfach herrlich wie schön er die Perfektionslust des Deutschen Urlaubers beleuchtet.
Ich gestehe, ich habe auch schon auf dieses Geschäft zurückgegriffen, ja auch ich habe dort eingekauft und bin mit einem Rucksack durch die Gänge gelaufen. Es gibt da ja tatsächlich auch Dinge die man brauch, Rucksack, Schlafsack, Isomatte und so weiter. Wobei ich ja auch auf die Bananenbrotbox stehe, aber eher weil ich es doch witzig finde eine einzelne Banane einzupacken, nur wohin mit dem Rest?
Aber ja man kann es auch übertreiben.
Und vor allem die Verkäufer sind echt die Härte, die würden dir noch nen Traktor dazuverkaufen, weil man weiß ja nie, ob man noch mal an Essen kommt, oder sein Feld gleich selbst bestellen muss.

Was mich persönlich aber am meisten an dieser Outdoor Geschichte nervt ist, dass zwar nun Hinz und Kunz versuchen atmungsaktive-wasserabweisende-selbstreinigende-geruchsabweisende -selbstlaufende-sprechende- navigierende-lamentierende... und haste nicht gesehen Kleidung herzustellen. ABER es wird dabei häufig vergessen, dass die Outdoor Frau ungern friert in den kälteren Regionen dieser Erde. Es ist fast unmöglich eine gescheite, lange Jacke zufinden, die nicht kurz unterm Bauchnabel schon wieder aufhört zu existieren. Noch unmöglicher ist es allerdings etwas langes, warmes, tragbares für untendrunter zu finden. Ich weiß nicht warum Outdoor- Wintermode für Frauen auf Hüfte geschnitten ist. Ich mein enganliegend prima, ist ja praktisch so mit Rucksack auf, und eigentlich soll man ja auch Luft an die Haut lassen, aber ich mein meine Nieren verzichten gerne mal auf etwas Luft, wenn sie dafür etwas mehr Wärme bekommen. Ich habe nicht vor auf dem Berg im Nebel bei ca. 8 Grad(gefühlten Null ist klar) meinen Rucksack abzuwerfen mich halb zu entkleiden und zu schreien "Und jetzt ein Foto für den Katalog" Es muss nicht geil aussehen, sondern funktionieren, daher ja auch Funktionskleidung genannt, gut nicht das diese komischen Hemden gut aussehen würden. Für den Sommer wird meist etwas karriertes angeboten, in Farbkombinationen die einem die Tränen in die Augen treiben, vor Schmerzen. Oder auch gerne genommen: BonBon Farben. Lieber etwas in Quietschblau, Schweinchenrosa, oder dann doch eher das Kotzgrün dadrüben.
Es ist zum verrückt werden. Kann man nicht einfach schwarze, oder von mir aus auch dunkelrote, oder dunkelblaue langärmelige Hemden herstellen die einfach passen? Ich mein das bekommen sogar Modemarken hin, also sollte das bei Funktionskleidung auch möglich sein.

Die Kleidung hat natürlich auch mehr Funktionen, als der Mensch dafür Verstand übrig hat. Nicht selten übersteigt die Reißverschlussanzahl die Gehirnzellenmenge eines Käufers (oder manchmal auch eines Verkäufers).

Meine Sandalen habe ich dann bei Tschibo gekauft, die sind zwar nicht hypersuperschnellaktivtrocknend und haben auch sonst keine magischen Wunderkräfte, dafür haben sie nur die Hälfte gekostet, waren wesentlich bequemer und haben funktioniert, man konnte mit ihnen durch einen Fluss waten. Und wenn es regenet trocknen auch die Superhyperaktivquadratlatschen der Outdoorabteilung nicht, zumal sie einen ziehmlich penetranten Geruch annehmen können.

Ich glaube dieser Outdoor- Wahn ist sowas ähnliches wie das Auto zu tunen. Nur für die ganze Familie.

Mehr dazu auch bei polypepper !

Menschen mit Megaphon

Heute (Donnerstag) sah ich eine Demonstration … eigentlich war es nur eine sehr kleine Demonstration, ich weiß auch nicht genau wofür, oder von wem, oder gegen was, aber es gab Begeleitpolizei. Beeindruckend.
War mir auch egal wer da demonstrierte, ich finde demonstrieren generell gut.
Man sollte sich echt mal etwas öfters zum demonstrieren einfinden. Dann hat man was zu erzählen und kann zusammen hinterher noch grillen.
Da kommt so ein Gemeinschaftsgefühl auf und man ist sich sicher, zusammen schafft man alles. Nichts kann einen aufhalten, eine feste Mauer, Einheit und Freundschaft: EINER FÜR ALLE; ALLE FÜR EINEN.
Man spürt diese Energie, die sich wie ein Feuerwerk ausbreitet und alle mitreißt und man brüllt Parolen und schreit die umstehenden Menschen an und fordert sie auf mitzumachen bei diesem schönen Akt der Gemeinschaft.
Und man möchte ja auch mal endlich wieder klarmachen, wo der Hase lang laufen soll. Endlich mal wieder zeigen, dass man noch da ist und eine Stimme hat und die auch gehört wird. Die Zeitungen sollen darüber schreiben, also wird man lauter und lauter. Und die Zeitungen schreiben darüber und die Radios senden davon und die Fernsehsender schicken Reporter.
Man feiert sich und den Sieg, den Sieg über die gelangweilten Medien, die sonst nur noch wie Haie auf Blut reagieren.
Man fühlt sich groß und stark und mächtig. Zu groß, stark und mächtig. Die Masse kocht, der Pöbel brüllt.
Dann vorbei, alle gehen nach Hause zum essen. Keiner grillt, die Einheit wird Zerbrochenheit. KEINER FÜR NIEMANDEN.
Warum waren wir noch mal hier? Ist heute Montag oder Dienstag? Ich muss zum Zahnarzt. Hast du gelesen, 150 Tote bei einem Flugzeugabsturz. Morgen ist gelber Sack, oder? Kennst du noch den Werner? – Ja, klar.- Der hat jetzt die Tankstelle unten da an der Fabrik rechts. Sag deiner Frau von meiner Frau nen schönen Gruß und dass wir doch mal wieder kegeln gehen könnten. … am … ne .. wirklich…. bis Freitag dann …. ja … Verletzte … Tote… morgen … Zeitung … was kommt heute eigentlich im Fernsehen?... mi … lch…zah…n

10. September 2008

Verarschen lass ich mich nicht ;)

In Cartagena wollte mich eine Frau im Tabakladen verarschen. Also ich hab ein Eis und ne Packung Zigaretten gekauft macht 3,50 (ja hier bekommt man noch ein Eis für den Preis einer Packung Zigaretten in Deutschland).
Ich gab ihr 10 Euro, sie mir 3,50 zurück. Ich erklärte ihr, dass das falsch sei. Sie danke und nahm 2 Euro wieder zurück. Ich erklärte ihr, dass das immer noch falsch sei und sagte ihr, dass ich ihr 10 Euro gegeben habe. Sie nein. Ich doch. Sie zählte die Kasse nach, nach 10 Minuten stellte sie fest, dass ich Recht hatte.

Jaa das kommt davon, wenn man telefoniert, mit dem Nachbarn redet und Kunden bedient...(bedienen will) ;)

9. September 2008

Umweltschutz

Ich bemerke ein eher zwiespältiges Verhältniss des Spaniers zum Umweltschutz und zum Verbrauch von Wasser.
Zwar gibt es hier große Wassernot im Umland, aber heute habe ich schon wieder eine Frau den Bürgersteig mit dem Wischmobb und Wasser putzen sehen. DAS IST DOCH UNSINN ... in zwanzig Minuten ist der wieder verstaubt, sooo viel kann kein Mensch putzen, dass die Straßen hier nicht verstaubt wären. Völliger Quark.

Auch im Supermarkt gibt es viele Produkte die die Umwelt schonen, aber dafür verteilt die Kassierin munter eine Plastiktüte nach der Anderen. Wenn man sie nicht aufhält, wird jedes einzelne Stück in eine eigene Tüte gepackt. Ich habe heute meinen Rucksack zum einkaufen vergessen und nun habe ich bereits Mülltüten für den nächsten Monat.

Oder, in einem Café, wenn das Wasser zu warm geworden ist, dann wird es eben wegeschüttet.
Alles ist doppelt und dreifach verpackt und es gibt keinen Hausmülleimer, nur Kontainer auf den Straßen.

Autos und Roller werden natürlich auch exessiv genutzt. Gerne auch mal ein Weilchen mit laufendem Motor geparkt, und ein spanisches Weilchen dauert ein Weilchen.

Auch schön, es gibt viele Golfplätze in der Gegend und es sollen mehr werden. Klar, was denn sonst, ich mein nicht nur das unnütz viele Tomaten produziert werden (man kann mir wiedersprechen, muss man aber nicht) NEIN schaffen wir uns noch ein paar Grünflächen mehr an die wir bewässern müssen. Klar, wenn es sonst nichts ist.
Ich habe ja schon immer behauptet, dass ein Golfplatz das Letzte ist was ein Mensch braucht, aber hier finde ich es nahezu lächerlich. Selbst in Island war es schon sehr skuril an jeder Ecke einen Golfplatz zu finden (mehr Golfplätze als (Klein-)Städte), aber gut dort oben wächst das Gras wenigstens von alleine, ohne dass der Mensch noch jeden Tag mit der Gießkanne vorbei rennen muss.
Das ist doch witzlos... ich finde man sollte lieber ins Meer baden gehen ... wenn man Glück hat kann der eine oder andere Golfspieler nicht schwimmen und taucht nicht mehr auf ;)

Kritik Umweltschutz
Die Wasserknappheit (siehe Wüstenbildung / Klimawandel in Spanien) in Südspanien ist ein ernstes Problem. Einige Dörfer verweigern den Bau von Golfanlagen auf den Grundstücken ihrer Gemeinden aus Angst vor einer weiteren Senkung des Grundwasserspiegels. Selbst das gern genannte Argument neue Arbeitsplätze zu schaffen, funktioniert nicht, werden doch die meisten neu geschaffenen Jobs in unqualifizierten Niedriglohnbereichen gebildet. Das Problem der Wasserknappheit existiert natürlich nicht im Norden Spaniens. In Katalonien oder an der Atlantikküste gibt es Wasser in Mengen. Und zum Thema Naturschutz? Golf wertet zwar die Landschaft auf, führt aber auch zu einem Verlust des öffentlichen Naturraumes.


Neee die verweigern den Bau von neuen Anlagen, so eine Frechheit das ist ja immens unglaublich... versteh ich nicht ...

Golfplätze ... kein Mensch braucht bis auf den winzigsten Halm perfekt getrimmtes Gras, dass man dann mit einem Schläger, an dem unten ein Ei hängt, wieder kaputt haut, nur um einen kleinen weißen Ball, der dann doch wieder nur in der Hecke landet, einmal rund um den Platz zu pfeffern. Sollen sie doch Tischtennis spielen, der Ball sieht fast genauso aus, ist nur ein bisschen leichter.

Nicht, dass es in Deutschland viel besser wäre(in Groß- Zimmern gibt es auch einen Golfplatz, nichts hat Groß- Zimmern dringender gebraucht, als ein Haufen Leute, die vor lauter Golfbällen die Realität und höfliche Umgangsformen vergessen), aber ich finde grad diese immense Wasserverschwendung (das überdies immer gechlort ist, also außer das, was man im Supermarkt oder im Café kauft), bei einer jährlichen Niederschlagsmenge von 300 mm, schon wahnsinnig.