21. Januar 2009
Being W.
Sehr cool, ist auf Youtube in 11 Teilen a 9 Minuten verfügbar.
5. Januar 2009
Aaah... Spanier außer Rand und Band!
Soooo viele Menschen haben ich selbst in Spanien selten auf der Straße gesehen und im Supermarkt, wie die da abgehen, das ist nicht mehr feierlich.... vor allem so ein Kuchen ist voll beliebt "Roscón de Reyes", der übelst giftig aussieht mit seinen kandierten Früchten in giftgrün und strahlengelb ...(wobei der auf dem Foto von Wikipedia noch harmlos aussieht im Verhältnis zu dem aus dem Mercadona).
Gut aber ich bin ja auch kein Fan vom guten Christstollen. Aber witzig ist die Tradition schon hier mit den Figuren im Teig (Wikipediaartikel nicht gelesen?? dann nachholen ...jetzt). Man sollte nur aufpassen, dass der Hund sich nicht dran verschluckt, wenn er ein Stück mopst ... hihi am Ende wird der Mops noch zum König.
Vielleicht ist es auch hilfreich, wenn man einen Zahnarzt in der Familie hat ;)
Naja ich weiß gar nicht ob es heute einen Umzug geben wird, ich glaub in San Javier schon ... aber hier in Murcia... naja irgendwann müssen die drei heiligen Könige ja ankommen ... ich werde mal Ausschau halten, vielleicht treff ich sie ja.
Morgen soll es große Feste hier geben. Da sieht man mal, was ein richtiger Spanier ist der lässt sich auch vom Winter nicht beim Feiern hindern... während der Deutsche ja ab sieben Uhr abends die Bürgersteige hochklappt ... naja gut nicht überall, aber doch eher schon mal früher die Nase in der Wohnung lässt.
So ich werd dann mal meine Ausrüstung für das "Heilige Drei Könige"Kidnapping vorbereiten :D
Die spinnen die Spanier (das haben sie mit den Römern gemeinsam)
29. November 2008
Alles Gute
2. November 2008
Terra Mítica
30. Oktober 2008
Studenten in Not
Ihre Banken auf Island können die Partnerbanken nicht mehr bezahlen, sie können kein Geld mehr abheben und die isländische Krone ist auch nicht mehr viel Wert, zumindest im Vergleich zu vorher. Das ist echt hart, wenn du so gar keine Ahnung mehr hast wie das noch weiter geht.
Aber sie bewahren sich ihren Galgenhumor, immerhin etwas.
Geld ruiniert die Welt.
15. Oktober 2008
Wuttag!
Ich hab keinen Bock mehr, also ich hoffe meine scheiß Erkältung (oder was es auch immer ist, bestimmt hat Klaus die Vogelgrippe angeschleppt, der war nämlich mal ne Woche weg und keine Ahnung wo der sich wieder rumgetrieben hat), verpisst sich gepflegt mal schnell wieder.
Weil dann kann mir auch wieder egal sein, ob wir nun heißes Wasser haben oder nicht, ob nun der Reperaturmensch heute, morgen, oder doch ernst nächstes Jahr kommt, ob der Backofen geht, oder was auch immer ... aber Spanien ... grad echt gehts mir absolut aufn Sack.
Und ich will jetzt nicht hören "Das geht vorbei, wenns dir erst wieder gut geht, dann ist auch alles wieder toll", weiß ich alles.
Will jetzt gar nichts hören.
13. Oktober 2008
Spiegel Artikel
7. Oktober 2008
Italiener und ihre "Familie"
Carlo hat uns Lasagne versprochen, also Marie, Nikolas, Melanie und mir ... naja das mit der Lasagne war nichts, dafür gab es lecker Penne mit Lachs-Sahne- Soße :D auch sehr toll. Und Carlo hat noch schöne Vorspeisenteller angerichtet und mit Tomate, Mozarella und Salat die Italienische Flagge dargestellt.
Dann so gegen zwölf kurz nach dem Essen lief die erste Gruppe Italiener ein, dann keine zehn Minuten später die zweite Welle und noch eine dritte... So waren wir statt 8 bald 20 Personen. Italiener halt, kommt einer, kommen alle.
Also Italiener waren in der Überzahl, dann auf Rang zwei die Franzosen ( 3 Leute), Rang 3 ging an Deutschland ( 2 Personen) gefolgt von einer Finnin, einer Brasilianerin und einem Portugiesen.
Volles Haus sag ich euch. Um zwei saßen Melanie und ich auf dem Sofa, wir waren einfach nicht mehr in der Lage Konzentration für Gespräche auf zu bauen. Draußen auf dem Balkon stritt eine Gruppe Italiener lautstark, Marie führte auf der anderen Seite irgendwelche Diskussionen mit anderen Italienern und Carlo zeigte mir grad seine Bildersammlung von Sardinien und Köln... overflow aber groß...
Nach einer Stunde sofahocking und rotweintrinking machten wir uns so gegen drei auf dem Weg heim. Bis ich dann daheim war, war es schon wieder fast halb vier, da Carlo am anderen Ende der Stadt wohnt. Nagut nicht so schlimm, schlimm war nur, dass grad mal wieder die Straßen gereinigt wurden und ich dank meiner FlipFlops plitschplatsch nasse Füße hatte, bis ich endlich daheim ankam.
War aber natürlich wie immer in so geselliger Italienerrunde ein netter Abend, aber irgendwann waren meine Akkus einfach leer, das ganze Wochenende war ja schon anstrengend und ich war nicht mehr fähig deutsch zu reden, geschweige denn spanisch oder so ;)
4. Oktober 2008
Als ich nach Hause ging...
Man, also ich, denkt sich natürlich "Was für ein Käse", da die Straße innerhalb der nächsten 6-7 Stunden wieder genauso aussieht wie vor der Reinigung, ganz zu Schweigen vom Wasserverbrauch. Aber dann schaut man sich um und entdeckt, dass das hier doch noch etwas Sinn macht, wenn man die Müllberge aus Plastikbechern (beim Verlassen einer Bar schüttet man sein Getränk aus dem Glas oder der Flasche in einen Plastikbecher um), Toilettenpapier (wie das da hinkommt??), Dosen, Flaschen, Tüchern, Zigaretten ist klar etc. betrachtet, die die spanische Fiesta- Kolonne hinterlassen hat (und jeden Donnerstag- Sonntag hinterlässt).
Putzen die hier so wild, weil die Spanier so Müllschweine sind, oder sind die Spanier Müllschweine, weil sie wissen das einer putzen kommt?
30. September 2008
Zusammentreffen
28. September 2008
Nachtrag: Fiesta Fiesta !
Weil der Riegel im Bad so verrostet war und klemmte und Ina ihn nicht mit aller Gewalt und auch nicht mit Hilfe von Seife bewegen konnte. Also rief sie mich an, ich wunderte mich auch schon wo sie blieb, eigentlich wollte sie nur den Sangria wegschütten. Also dann stand ich vor der Tür und sie im Bad und ich wusste nicht was tun...
Ihr war das natürlich peinlich, aber ich mein sie konnte ja nichts dafür, son scheiß Riegel.
Direkt gegenüber ist die Küche und dort wurde grad noch irgendwas angebraten. Also alles voller Leute und Fettgestank und Rauch und Dampf und dann wurde man auf mich aufmerksam, bevor ich überhaupt wusste was man denn jetzt tun könnte um Ina da raus zu bekommen... Und dann gings los, die Französin war etwas desinteressiert, sie kochte ja auch grad, Melanie auch , Carlos meinte man sollte den Türgriff einfach abschrauben, aber das war ja nicht das Problem, sondern der Riegel oben drüber, bis das dann mal alle begriffen hatte. Carlos und ein anderer Italiener meinten dann sie würden die Tür einfach aufbrechen mit Gewalt, wenn es nicht anders geht und spielten Rambo...
Die spanische Mitbewohnerin von der Französin meinte zu mir, man dürfe den oberen Riegel gar nicht zu machen, der sei halt kaputt und verrostet, man dürfe nur den unteren benutzen ... SCHLAUES MÄDEL ... oman ich dachte echt ich steh im falschen Film, was nützte denn jetzt diese Information??? Ich stand ja draußen und Ina half das ja jetzt nicht unbedingt weiter ... aber sie sagte es voller Übezeugung mehrfach zu mir ... HERR LASS HIRN REGNEN ... gut ich stand aber auch voll aufm Schlauch, weil ständig einer kam und fragte was los sei und jedesmal, wenns en männliches Wesen war, die Einbruchmethode vorschlug ... irgendwas brannte an und am Telefon hatte ich ja noch Ina ...
ICH WAR VERWIRRT...
Und dann die IDEE, von Ina selbst, schlaues Mädel. Ob wir nicht eine Nagelschere hätten oder so, weil unter der Tür war ein Spalt, breit genug um einen relativ flachen Gegenstand hindurch schieben zu können, dann könnte sie versuchen die Schrauben rauszudrehen.
Wir fanden ein Messer ohne Griff und schoben es unter der Tür durch.
Und tatsächlich sie schaffte es die Halterung am Türrahmen abzuschrauben und konnte sich befreien ... alles klatschte Applaus und die Französin entschuldigte sich dafür, dass sie nicht einen Zettel oder so geschrieben hatte, wegen dem Riegel ... naja
Melanie kam zu uns und erzählte, dass sie am Freitag in ner Bar auch in einer Toilette feststeckte und niemand sie hörte, weil es so laut war.
Ich sag euch, das war ne Aktion, meine Güte. Aber wir haben garantiert einen bleiben Eindruck hinterlassen, sowas schafft man nicht mit albernem Small- Talk :).
Was lernen wir?? - Spanische Toiletten immer mit einem Schraubenzieher betreten :D
20. September 2008
Stierkampf (6 Bullen, 3 Matadore)
Busfahrten
Dann! Ja dann … hätte ich diesen Bus für mich alleine.
Aber nein stattdessen muss man sich hier in einer Backofenröhre mit geschätzten 150 weiteren Personen zusammenpferchen lassen. Das ist doch Tierquälerei, und das gehört doch verboten.
Ich merke, dass etwas nicht stimmt, verspüre diesen Schmerz unten am rechten Bein.
Achso ja klar, Miss Ich-will-aber-ein-weißes-Pony, die Kleine im rosa Kleid stützt sich mit ihrem Ellenbogen in meiner Kniekehle ab. Klar, keine Ursache, dafür bin ich ja da, nicht wahr, du kleines …
Und ständig fliegt die Handtasche der etwas arrogant-missmutig dreinschauenden, einer bösen Hexe aus alten Kinderbüchern nicht unähnlichen, Dame im besten Alter gegen meine Hüfte. Ich frage mich nur, was die Dame geladen hat. Backsteine, Zement, Boccia Kugeln ? Oder ihren toten Köter, der leider erstickt ist, da sie vergessen hat den Reisverschluss zu öffnen. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich morgen einen blauen Fleck haben werde. Nein diese Person kommt nicht in mein „Meine Freunde- Album“.
Ich wende meinen Kopf, und habe einen Anzugärmel im Mund… ich folge dem Anzugärmel entlang des Armes zu seinem Ursprung. Am Anzugsärmel hängt ein Mann, an dem Mann hängen zwei Arme am einen baumelt eine Aktentasche und am Andern, der sich weit nach oben Richtung Halteriemen gestreckt hat, hänge nun ich. Verlegen öffne ich den Mund und gebe dem Anzugsärmel seine Freiheit wieder und entschuldige mich leise.
Zu alledem kommt eine völlig unerwartete Sommerhitze dazu. Klimaanlage fehlt natürlich und mindestens fünf Leute in meinem Lufteinzugsgebiet sollten dringend mal wieder duschen, oder überhaupt einmal.
Ich fühle mich wie eine Sardine in der Dose, ab sofort werde ich Dosenfisch boykottieren, Freiheit für Sardinen.
Zu allem Überfluss hat nun auch der Busfahrer angesichts des Lärmpegels innerhalb der Busmauern keine Lust mehr auf seinen Job und sein Leben und jagt die Straße in einer halsbrecherischen Geschwindigkeit entlang als wolle er sagen „Siehst du Mama und ich bin doch Rennfahrer geworden!“.
Mir wird schlecht. In Linkskurven klebe ich am Fenster und ich Rechtskurven schnappe ich immer mal wieder aus Versehen wie ein grenzdebiler Fisch nach dem Anzugsärmel des Aktentaschenmannes auf der Suche nach Sauerstoff.
Durch die kleinen Luftschlitze, auch ironisch bezeichnet als Fenster, strömt ab und an ein kleiner Lufthauch an meinem Arm entlang.
Mein Aggressionspotenzial steigt und ich überlege ernsthaft mich mit den beiden halbstarken Jungs anzulegen, die eine Sprache gebrauchen, die so ähnlich klingt wie Deutsch, auch Jugendsprache genannt. Sie brabbeln so vor sich hin, Inhalt unbekannt, ich glaube den kennen noch nicht mal die Beiden selbst. Sie erinnern mich ein bisschen an die Teletubbies. Reden unsinniges, nicht zusammenhängendes Zeug und vollführen komische Bewegungen dabei.
Warum sind Hunde eigentlich in Bussen nicht verboten?
Liegen ständig im Weg rum und wenn man mal eine von den Fußhupen übersieht und drauf tritt, nur so ganz leicht, dann muss man sich noch nen Anschiss vom Besitzer gefallen lassen. Aber gut, er oder sie könnte sich ja auch nen Hund anschaffen, den man nicht erst mit der Lupe unterm Sandkorn suchen muss, nur um ihn dann unerwartete an der Wade hängen zu haben, da er sich unterm anderen Korn versteckt hatte und man eben doch drauf getreten ist.
Aber gut Hunde sind erlaubt im Bus, also hängt nun so ein Felldings mit hechelnder Zuge an meinem Bein und spendet mir Wärme, während es munter auf meine Flip- Flops plus Füße sabbert.
Mir geht durch den Kopf „Freiheit, Freiheeeiit ist die einzige die fehlt…“. Toll den Ohrwurm bekomm ich bestimmt den Tag über nicht mehr aus dem Kopf. Na gut besser, als würde ich als Ohrwurm aus diesem Bus den Song mitnehmen, der aus dem Handy der etwas unterintellektuell wirkenden, weiblichen Reklametafel für „Bitte verhüten, Vermehrung gefährlich“ dudelt. Fahrt Bus, das schont die Umwelt, aber warum verschont mich die Umwelt nicht?
18. September 2008
Tassenfund :)
Wie man sieht versuche ich mich auch dem katholischen Murcia anzunähern. Jaa ich arbeite an meinem Heidendasein. Man merkt es kaum noch, dass ich keine Ahnung habe. Außer ich frag mal wieder "Wasn das fürn Altar?" Vielleicht muss man mich nächstes Jahr gar nicht mehr nottaufen, ... vielleicht notschlachten, falls mir hier son Torero meine Ohren abschneidet.
Plan für Morgen: Stierkampf anschauen...vielleicht, wenn ich nicht doch ablehne. Das sehen und gesehen werden in Murcia ... Frauen in feinsten Stoffen stiefeln, stakeln, wandern in diese staubige, dreckige Stierkampfarena als ginge es hier um Miss Spanien. Ich glaube ja auch, dass die meisten Spanierinnen hier gar nicht in flachen Schuhen laufen können. Wobei viele Spanierinnen auch in hohen Hacken nicht laufen können, aber ich glaube das merken die nicht, oder wenn, dann ist es egal, Hauptsache schön teuer und höher als die von der Nachbarin. Ich bin ja nun kein Fan vom Stierkampf, aber ansonsten wird man ja doch nur gefragt, ob man sowas in Spanien gesehen hätte. Außerdem habe ich noch nie einen gesehen und solang ich Tomanten nicht probiert habe, weiß ich auch nicht, ob sie mir schmecken oder nicht. Mmm nicht, dass ich einen Stiefkampf probieren möchte, ich finde es unsinnig seinen Wahnwitz unter Beweis stellen zu müssen, indem man Stiere zum ausrasten bringt, nur um sie dann vor einem großen Publikum zu quälen...aber angeblich wirkt das Publikum ja mit und bei zu schwerer Verletzung und bei zu starkem Quälen des Stieres soll es sogar buhen und pfeifen, das Gewissen des Kampfes, oder wie? Und mystisch ist es ja auch und ein Tanz und auch kein Fest und kein Vergnügen am Leiden des Tieres, sondern eine ernste Angelegenheit... voy a ver.
Das ist auch wieder so ein typisches Männer Phänomen, in einem Sandkreis stehen und mit den Muskeln spielen. Und die Frauen jubeln und klatschen ... toll, genau mein Ding. Viellicht sollte man so einem Mann mal seine Ohren abschneiden ... und den Schwanz, weil das ist anscheinend die Belohnung für einen gelungenen Kampf, entweder ein, oder zwei Ohre, oder sogar noch den Schwanz, hat man mir gesagt (man möge mich korrigieren, wenn das falsch ist). Mir kommts hoch. Der Mensch und seine irrsinnigen, unmenschlichen Ideen, was man alles mit Tieren anstellen kann. Klar wozu sind denn die Viecher sonst da. Der Mensch die Krone der Schöpfung, naja wenn ich mir die Krone so anschaue, dann bin ich lieber Halskette. Es gibt nichts, was der Mensch nicht kann, außer andere Wesen nicht mit seiner Existenz zu belästigen.
Ansonsten halten sich meine Beobachtungen in Grenzen, wird Zeit die Stadt mal wieder zu verlassen ;)
Aber diese Uni macht mich wahnsinnig. Ich mein Bürokratie und Papierkram ist ja auch in Deutschland zum ausrasten. Aber in Deutschland kann ich denen dann wenigstens in meiner Muttersprache verklickern, dass der Hase so nicht läuft. Aber diese Uni, die haben da ja von nichts eine Ahnung, so viel geballte Inkompetenz muss man erst einmal treffen. Sogar die Studenten wissen nichts. Egal wen man fragt, egal was man fragt "No lo sé"... Ich mein ist das mein Land, meine Stadt, meine Uni? Aber ich glaube das liegt daran, das die ja auch nichts wissen müssen, die zahlen dafür, dass irgendwann irgendwer ihnen mal sagt wo sie hin müssen und wann, und wenn sie es nicht gesagt bekommen, dann ist die böse Universität Schuld. Hauptsache das Taschengeld wird nicht gestrichen. Morgen kann ich darum um neun wieder anfangen auf einen Bus zu warten um dann vielleicht um zehn an der Uni zu sein, um dann wieder von der einen Frau ins Gebäude neben dem Hauptgebäude und von der anderen Frau im Nebengebäude wieder ins Hauptgebäude geschickt zu werden. Bin ich hier Road-Runner vom Dienst? Ich hoffe, dass in vier Woche dieses rumgesuche, rumgelaufe, keine-Antwort- bekommen überstanden ist, oder ich zumindest mal nen Kaffee umsonst bekomme ;)
16. September 2008
Getestet und durchgefallen
Okay also es kam nicht mehr eiskalt aus dem Hahn, aber es war auch alles andere als warm.
Also merken: immer nur eine Dusche benutzen... Frage: Warum gibt es dann zwei??
Und dann habe ich bemerkt, dass spanische Duschen auf spanische Größen eingestellt sind. Ich konnte über die Duschvorhangstange ohne Probleme auf die wunderbare Tür blicken, und naja ich dachte immer ich schaffe es beim duschen wenig Platz zu verbrauchen. Aber in dieser Dusche war es einfach nicht möglich auch nur eine Bewegung zu vollziehen ohne am Duschvorhang zu kleben, oder ihn einfach gleich anzuheben und eine Überschwemmung zu verursachen (ich wusste doch, dass meine Lieblingsdusche die Badenwannenduschen werden wird). Einseifen ging grad noch so ohne größeren Wasserschaden, aaaaber versuch dich mal auf nem halben Quadratmeter zu rasieren... naja am Ende habe ich eine mittelgroße Überschwemmung des Badenzimmerfußbodens verursacht, aber der is ja aus Stein, also macht das nicht.
Aber echt, es gibt doch nichts graußligeres, als keinen Platz in der Dusche zu haben, das ist doch scheußlich. Irgendwas muss man sich da noch ausdenken.
Außerdem: Ich brauch Nägel, eine Planke löst sich vom Tisch und ich brauch einen Mülleimer, Wasser und ganz wichtig eine Kaffetasse. Hier sind zwar Kaffetassen, aber brauch eine gute Lauen Tasse für den Morgen, wenn ich grummelig und zerzaust das blöde Gas für das Warmwasser anstellen muss. Ich brauche eine ganz meine eigene Kaffeetasse. Ist albern, geht aber nicht ohne, das fühlt sich falsch an ;)
Ich weiß nur noch nicht wann ich das alles besorgen soll, da ich morgen erst mal wieder an die Uni muss und das kann morgen echt dauern. Naja außerdem, da ja jetzt meine WG komplett ist, sollte man mal überlegen was man sonst noch brauch, also in dem einen Bad wäre ein Regal oder so nicht schlecht, da ist nämlich gar nichts zum ablegen, abstellen, verstauen, versauen, da is noch nicht mal Unordnung oder Dreck, das kann so nicht weiter gehen. Und wer jetzt wie was wo .. keine Ahnung irgendwie so WG Zeug, kenn ich mich nicht mit aus, mir eigentlich auch relativ wurscht, aber da man sich ja auch nicht kennt, kann man sich ja mit ner Flasche Wein oder auch zwei oder drei mal hinsetzen und reden, wer man denn so ist und all so was, weil ich will ja wissen wer hier in mein Bad eindringt ;) das ich mir so schön eingerichtet habe *g*.
Aber das wird schon alles werden kommt Zeit, kommt Wissen. Und wenn ich erst einmal tausend Jahre gelebt habe, dann weiß ich auch was, nehme ich wohl an, ich kenne dann zumindest ganz viele Geschichten :)
Was auch durchgefallen ist, ist der Feiertag heute.
Da ich erst spät ins Bett kam und den Großteil der Nacht auf dem Balkon mit Marie und einem Packerl Tschiks verbracht habe, wollte ich ausschlafen (Marie ja eben so). Aber nein an einem FEIERTAG fingen um halb acht die Bauarbeiter mit Presslufthammer und Metalsäge an hier Lärm zu machen ... wie kann man denn so dreist sein und grad als sonst untätiger Bauarbeiter an einem Feiertag, an dem fast die ganze City zu hat (bis auf die kleinen Chinalädchen und sowas halt) die Leute mit Presslufthammer wecken? Ich dachte mir nur "Silence I kill you".
Machte mein Fenster zu in dem Glauben, das würde helfen, aber wer kann denn schon zwei Stunden Presslufthammerei ignorieren ... die Fensterscheibe zumindest nicht und ich leider auch nicht. Dann um halb neun klopfte es an meiner Tür, ich dachte erst, dass das zu meinem völlig bescheuerten Traum von einer Busfahrt zum Strand, die allerdings in Portugal endete, gehörte. Aber nach dem fünften Mal klopfen, stellte ich fest, das dies zur realen Welt gehörte und völlig zerstört machte ich die Tür auf. Dort standen die beiden Mädels denen man nicht gezeigt hatte, wie sie das Warmwasser, also das Gas, anstellen sollten. Und in meiner Nettigkeit hatte ich ihnen nen Zettel an die Tür geklebt, von wegen sie könnten mich ruhig aufwecken, wenn sie Hilfe bräuchten. Stellte dann morgens fest, Fehler, aber gut was solls. Okay also ich Gas an und mit den paar Vokabeln, die ich zusammenkratzen konnte erklärt wie es geht. Danach wieder ins Bett ... aber wieder keinen Schlaf gefunden,nach weiteren Presslufthammerattcken und rumwälzen und schimpfen, also um halb zwölf aufgestanden und Koffeinbombe gebraut. Der Tag hatte dann trotzdem die ganze Zeit über ein deutlich retardierendes Moment.
14. September 2008
Historische Interpretationen
12. September 2008
Lustiger Artikel, Wahnsinnige Menschen
(danke Gudrun für diese Erheiterung)
Diese Beschreibungen in diesem höchst lustigen und kurzweiligen Artikel sind einfach nur wahr. Es ist einfach herrlich wie schön er die Perfektionslust des Deutschen Urlaubers beleuchtet.
Ich gestehe, ich habe auch schon auf dieses Geschäft zurückgegriffen, ja auch ich habe dort eingekauft und bin mit einem Rucksack durch die Gänge gelaufen. Es gibt da ja tatsächlich auch Dinge die man brauch, Rucksack, Schlafsack, Isomatte und so weiter. Wobei ich ja auch auf die Bananenbrotbox stehe, aber eher weil ich es doch witzig finde eine einzelne Banane einzupacken, nur wohin mit dem Rest?
Aber ja man kann es auch übertreiben.
Und vor allem die Verkäufer sind echt die Härte, die würden dir noch nen Traktor dazuverkaufen, weil man weiß ja nie, ob man noch mal an Essen kommt, oder sein Feld gleich selbst bestellen muss.
Was mich persönlich aber am meisten an dieser Outdoor Geschichte nervt ist, dass zwar nun Hinz und Kunz versuchen atmungsaktive-wasserabweisende-selbstreinigende-geruchsabweisende -selbstlaufende-sprechende- navigierende-lamentierende... und haste nicht gesehen Kleidung herzustellen. ABER es wird dabei häufig vergessen, dass die Outdoor Frau ungern friert in den kälteren Regionen dieser Erde. Es ist fast unmöglich eine gescheite, lange Jacke zufinden, die nicht kurz unterm Bauchnabel schon wieder aufhört zu existieren. Noch unmöglicher ist es allerdings etwas langes, warmes, tragbares für untendrunter zu finden. Ich weiß nicht warum Outdoor- Wintermode für Frauen auf Hüfte geschnitten ist. Ich mein enganliegend prima, ist ja praktisch so mit Rucksack auf, und eigentlich soll man ja auch Luft an die Haut lassen, aber ich mein meine Nieren verzichten gerne mal auf etwas Luft, wenn sie dafür etwas mehr Wärme bekommen. Ich habe nicht vor auf dem Berg im Nebel bei ca. 8 Grad(gefühlten Null ist klar) meinen Rucksack abzuwerfen mich halb zu entkleiden und zu schreien "Und jetzt ein Foto für den Katalog" Es muss nicht geil aussehen, sondern funktionieren, daher ja auch Funktionskleidung genannt, gut nicht das diese komischen Hemden gut aussehen würden. Für den Sommer wird meist etwas karriertes angeboten, in Farbkombinationen die einem die Tränen in die Augen treiben, vor Schmerzen. Oder auch gerne genommen: BonBon Farben. Lieber etwas in Quietschblau, Schweinchenrosa, oder dann doch eher das Kotzgrün dadrüben.
Es ist zum verrückt werden. Kann man nicht einfach schwarze, oder von mir aus auch dunkelrote, oder dunkelblaue langärmelige Hemden herstellen die einfach passen? Ich mein das bekommen sogar Modemarken hin, also sollte das bei Funktionskleidung auch möglich sein.
Die Kleidung hat natürlich auch mehr Funktionen, als der Mensch dafür Verstand übrig hat. Nicht selten übersteigt die Reißverschlussanzahl die Gehirnzellenmenge eines Käufers (oder manchmal auch eines Verkäufers).
Meine Sandalen habe ich dann bei Tschibo gekauft, die sind zwar nicht hypersuperschnellaktivtrocknend und haben auch sonst keine magischen Wunderkräfte, dafür haben sie nur die Hälfte gekostet, waren wesentlich bequemer und haben funktioniert, man konnte mit ihnen durch einen Fluss waten. Und wenn es regenet trocknen auch die Superhyperaktivquadratlatschen der Outdoorabteilung nicht, zumal sie einen ziehmlich penetranten Geruch annehmen können.
Ich glaube dieser Outdoor- Wahn ist sowas ähnliches wie das Auto zu tunen. Nur für die ganze Familie.
Mehr dazu auch bei polypepper !
Menschen mit Megaphon
War mir auch egal wer da demonstrierte, ich finde demonstrieren generell gut.
Man sollte sich echt mal etwas öfters zum demonstrieren einfinden. Dann hat man was zu erzählen und kann zusammen hinterher noch grillen.
Da kommt so ein Gemeinschaftsgefühl auf und man ist sich sicher, zusammen schafft man alles. Nichts kann einen aufhalten, eine feste Mauer, Einheit und Freundschaft: EINER FÜR ALLE; ALLE FÜR EINEN.
Man spürt diese Energie, die sich wie ein Feuerwerk ausbreitet und alle mitreißt und man brüllt Parolen und schreit die umstehenden Menschen an und fordert sie auf mitzumachen bei diesem schönen Akt der Gemeinschaft.
Und man möchte ja auch mal endlich wieder klarmachen, wo der Hase lang laufen soll. Endlich mal wieder zeigen, dass man noch da ist und eine Stimme hat und die auch gehört wird. Die Zeitungen sollen darüber schreiben, also wird man lauter und lauter. Und die Zeitungen schreiben darüber und die Radios senden davon und die Fernsehsender schicken Reporter.
Man feiert sich und den Sieg, den Sieg über die gelangweilten Medien, die sonst nur noch wie Haie auf Blut reagieren.
Man fühlt sich groß und stark und mächtig. Zu groß, stark und mächtig. Die Masse kocht, der Pöbel brüllt.
Dann vorbei, alle gehen nach Hause zum essen. Keiner grillt, die Einheit wird Zerbrochenheit. KEINER FÜR NIEMANDEN.
Warum waren wir noch mal hier? Ist heute Montag oder Dienstag? Ich muss zum Zahnarzt. Hast du gelesen, 150 Tote bei einem Flugzeugabsturz. Morgen ist gelber Sack, oder? Kennst du noch den Werner? – Ja, klar.- Der hat jetzt die Tankstelle unten da an der Fabrik rechts. Sag deiner Frau von meiner Frau nen schönen Gruß und dass wir doch mal wieder kegeln gehen könnten. … am … ne .. wirklich…. bis Freitag dann …. ja … Verletzte … Tote… morgen … Zeitung … was kommt heute eigentlich im Fernsehen?... mi … lch…zah…n
10. September 2008
Verarschen lass ich mich nicht ;)
Ich gab ihr 10 Euro, sie mir 3,50 zurück. Ich erklärte ihr, dass das falsch sei. Sie danke und nahm 2 Euro wieder zurück. Ich erklärte ihr, dass das immer noch falsch sei und sagte ihr, dass ich ihr 10 Euro gegeben habe. Sie nein. Ich doch. Sie zählte die Kasse nach, nach 10 Minuten stellte sie fest, dass ich Recht hatte.
Jaa das kommt davon, wenn man telefoniert, mit dem Nachbarn redet und Kunden bedient...(bedienen will) ;)
9. September 2008
Umweltschutz
Zwar gibt es hier große Wassernot im Umland, aber heute habe ich schon wieder eine Frau den Bürgersteig mit dem Wischmobb und Wasser putzen sehen. DAS IST DOCH UNSINN ... in zwanzig Minuten ist der wieder verstaubt, sooo viel kann kein Mensch putzen, dass die Straßen hier nicht verstaubt wären. Völliger Quark.
Auch im Supermarkt gibt es viele Produkte die die Umwelt schonen, aber dafür verteilt die Kassierin munter eine Plastiktüte nach der Anderen. Wenn man sie nicht aufhält, wird jedes einzelne Stück in eine eigene Tüte gepackt. Ich habe heute meinen Rucksack zum einkaufen vergessen und nun habe ich bereits Mülltüten für den nächsten Monat.
Oder, in einem Café, wenn das Wasser zu warm geworden ist, dann wird es eben wegeschüttet.
Alles ist doppelt und dreifach verpackt und es gibt keinen Hausmülleimer, nur Kontainer auf den Straßen.
Autos und Roller werden natürlich auch exessiv genutzt. Gerne auch mal ein Weilchen mit laufendem Motor geparkt, und ein spanisches Weilchen dauert ein Weilchen.
Auch schön, es gibt viele Golfplätze in der Gegend und es sollen mehr werden. Klar, was denn sonst, ich mein nicht nur das unnütz viele Tomaten produziert werden (man kann mir wiedersprechen, muss man aber nicht) NEIN schaffen wir uns noch ein paar Grünflächen mehr an die wir bewässern müssen. Klar, wenn es sonst nichts ist.
Ich habe ja schon immer behauptet, dass ein Golfplatz das Letzte ist was ein Mensch braucht, aber hier finde ich es nahezu lächerlich. Selbst in Island war es schon sehr skuril an jeder Ecke einen Golfplatz zu finden (mehr Golfplätze als (Klein-)Städte), aber gut dort oben wächst das Gras wenigstens von alleine, ohne dass der Mensch noch jeden Tag mit der Gießkanne vorbei rennen muss.
Das ist doch witzlos... ich finde man sollte lieber ins Meer baden gehen ... wenn man Glück hat kann der eine oder andere Golfspieler nicht schwimmen und taucht nicht mehr auf ;)
Kritik Umweltschutz
Die Wasserknappheit (siehe Wüstenbildung / Klimawandel in Spanien) in Südspanien ist ein ernstes Problem. Einige Dörfer verweigern den Bau von Golfanlagen auf den Grundstücken ihrer Gemeinden aus Angst vor einer weiteren Senkung des Grundwasserspiegels. Selbst das gern genannte Argument neue Arbeitsplätze zu schaffen, funktioniert nicht, werden doch die meisten neu geschaffenen Jobs in unqualifizierten Niedriglohnbereichen gebildet. Das Problem der Wasserknappheit existiert natürlich nicht im Norden Spaniens. In Katalonien oder an der Atlantikküste gibt es Wasser in Mengen. Und zum Thema Naturschutz? Golf wertet zwar die Landschaft auf, führt aber auch zu einem Verlust des öffentlichen Naturraumes.
Neee die verweigern den Bau von neuen Anlagen, so eine Frechheit das ist ja immens unglaublich... versteh ich nicht ...
Golfplätze ... kein Mensch braucht bis auf den winzigsten Halm perfekt getrimmtes Gras, dass man dann mit einem Schläger, an dem unten ein Ei hängt, wieder kaputt haut, nur um einen kleinen weißen Ball, der dann doch wieder nur in der Hecke landet, einmal rund um den Platz zu pfeffern. Sollen sie doch Tischtennis spielen, der Ball sieht fast genauso aus, ist nur ein bisschen leichter.
Nicht, dass es in Deutschland viel besser wäre(in Groß- Zimmern gibt es auch einen Golfplatz, nichts hat Groß- Zimmern dringender gebraucht, als ein Haufen Leute, die vor lauter Golfbällen die Realität und höfliche Umgangsformen vergessen), aber ich finde grad diese immense Wasserverschwendung (das überdies immer gechlort ist, also außer das, was man im Supermarkt oder im Café kauft), bei einer jährlichen Niederschlagsmenge von 300 mm, schon wahnsinnig.
